Digitales Bestandsmanagement

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Welche Chancen und Risiken birgt ein digitales Bestandsmanagement?

Ein automatisiertes Bestandsmanagement trägt zur Entlastung der Mitarbeiter in Controlling und Disposition bei. Sie können sich verstärkt auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren und einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Die Einführung einer Bestandsmanagementsoftware geht aber auch mit Veränderungen in den Unternehmensprozessen einher. Daher sollten die Chancen und Risiken vor der Einführung einer Lösung genau abgewogen werden. 

Chancen

  • Unabhängigkeit vom Know-how einzelner Mitarbeiter
  • Geringere Fehlerquote durch Automatisierung
  • Erhöhte Transparenz der Bestands- und Sortimentsentwicklung
  • Berechnete Daten fußen auf einer rationalen Basis
  • Einheitlichkeit durch Standardisierung
  • Geringerer Dispositionsaufwand
  • Automatische Generierung von Bestellvorschlägen
  • Verringerung des gebundenen Kapitals durch optimierte Bestände
  • Erhöhte Liquidität des Unternehmens

Risiken

  • Zu hohe Erwartungen („eierlegende Wollmilchsau“)
  • Unrealistische Ziele
  • Abhängigkeit von einem Dienstleister
  • Klare Strukturen und Prozesse im Unternehmen erforderlich
  • Angst der Mitarbeiter, durch digitale Lösungen ersetzt zu werden
  • Gefahr einer geringen Akzeptanz der Lösung

Die Analyse der Risiken zeigt: Die Einführung eines digitalen Bestandsmanagements ist ein unternehmensweites Projekt, das Auswirkungen auf alle Abteilungen hat. Um eine hohe Akzeptanz für eine Lösung zu erzielen, müssen die Verantwortlichen im Unternehmen geschlossen hinter dem Projekt stehen. Außerdem ist für eine gelungene Umsetzung eine gute Vorbereitung der betroffenen Mitarbeiter unerlässlich.

Welche Voraussetzungen müssen für die Einführung einer Bestandsmanagementsoftware erfüllt sein?

Ein IT-gestütztes Bestandsmanagement lässt sich meist leicht einführen.

Voraussetzung ist lediglich ein leistungsfähiges ERP-System, an das die Software angebunden wird. Diese entnimmt den übergeordneten Systemen automatisch alle Stamm- und Bewegungsdaten, die für Absatzprognosen und zur Bestandsoptimierung erforderlich sind.

Zu den relevanten Daten zählen:

  • Artikelstammdaten
  • Angaben zu Lieferanten
  • Wiederbeschaffungszeiten
  • Einkaufskonditionen
  • historische Abverkäufe
  • geplante Lieferungen

Achten Sie darauf, dass die ausgewählte Bestandsmanagementsoftware unabhängig vom ERP-System ist. Ergeben sich Änderungen am System – zum Beispiel, wenn Ihr Unternehmen wächst – oder entscheiden Sie sich sogar für eine neue ERP-Lösung, hat dies keine Auswirkungen auf die Bestandsmanagementsoftware.

Wie finde ich die richtige Lösung für meine Anforderungen?

Eine Software zum Bestandsmanagement kann grundsätzlich branchenübergreifend eingesetzt werden. Dennoch gibt es je nach Anwenderbranche Besonderheiten, die beachtet und ggf. durch zusätzliche Programmierungen abgedeckt werden müssen. Das kann eine hohe Anzahl an Variantenartikeln sein oder die Anforderung, lagerübergreifend zu disponieren. Daher sollten Unternehmen darauf achten, dass ein Anbieter ihre Branche aus früheren Projekten kennt oder sogar auf diesen Bereich spezialisiert ist. Um sicherzugehen: Fragen Sie nach Referenzen und kontaktieren Sie diese zu ihren Erfahrungen.

Seriöse Softwareanbieter ermöglichen vor der Projektumsetzung einen kostenlosen Probelauf, bei dem zum Beispiel Absatzprognosen und Analysen berechnet werden. Nutzen Sie diese Option, um sich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Software zu machen. Folgende Anforderungen sollten erfüllt sein:

  • tagesaktuelle Prognosen und Auswertungen
  • Berücksichtigung historischer Abverkäufe
  • schnelle Berechnungen, idealerweise in Echtzeit
  • personalisierbare Benutzeroberfläche
  • intuitive Bedienung